Vegane Ramen a la Essliebe

Heute widme ich mich einem kleinen Herzensprojekt von mir: vegane Ramen. Die vegane Ramen-Suppe ist einfach vorzubereiten, sollte aber mit etwas Vorlauf geplant werden!

Ich liebe einfach Ramen. Seit etwa zwei Jahren gehen Marie und ich in regelmäßigen Abständen in unser Lieblings Ramen Restaurant, um dort leckere Ramen-Suppen zu essen – die Japaner haben es mit leckerem Essen einfach raus! 😉

Vegane Ramen Suppe
Zum Reinlegen – vegane Ramen mit diversen Toppings!

Es kommt, wie es kommen muss: Immer schon schwebte mir im Hinterkopf herum „eigentlich müsstest du dich mal selbst dran probieren!“.

Vor kurzem schlich ich beim Einkauf durch die Asia-Abteilung unseres Biomarkts und entdeckte eine Packung vegane Ramen-Nudeln. Diese wanderte unauffällig in den Einkaufswagen und ich hatte endlich einen triftigen Grund zum Experimentieren.

Vegane Ramen – Für jeden etwas dabei

Das wundervolle an Ramen ist ja, dass zu den Nudeln und der Brühe alles Mögliche hinzu kombiniert werden kann!

Alle möglichen Toppings die Dir einfallen, kannst Du mit in die Suppe geben. Damit macht sich das Gericht auch super für Abendessen mit mehreren Personen. Jeder kann sich am Ende aussuchen, was mit in seine Schüssel kommt und kann seine individuelle Ramen-Bowl zusammenstellen.

Vegane Ramen selber machen ist einfach.

Die Basis bleibt immer dieselbe: Leckere Ramen mit einer würzigen Brühe. Gerade an der Brühe kann man viel herumtüfteln, ich stelle Dir nun meine Variante vor.

Vegane Ramen selber machen

Die Basis für eine gute Suppe ist die Brühe. Die japanische Ramen-Suppe ist von Grund auf eine sehr aromatische Suppe, die einen starken Umami-Einfluss hat.

Wie bei einer normalen Gemüsesuppe nutze ich als Basis Wurzelgemüse. Zwiebel, Sellerie und Möhre schneide ich in etwas stärkere Scheiben und Würfel. Die Brühe muss recht lange kochen, da kann das Gemüse ruhig etwas gröber ausfallen.

Um den Asiatischen Touch mit hinein zu bekommen, wird noch Knoblauch und Ingwer (etwas feiner geschnitten) mit dazu gegeben.

Diese Basis wird nun in Sesamöl scharf im Topf angebraten. Nach kurzer Zeit kommt ein guter Schuss Sambal Oelek dazu, um eine würzige Chili-Note mit im Sud zu haben, die sich durch das Anschwitzen gut entfalten kann.

Nachdem das Sambal Oelek eine weile mitgedünstet ist, wird das Gemüse mit Tamari-Sojasoße abgelöscht. Die Tamari-Soße ist besonders aromatisch und bringt uns das gewünschte Umami in die Brühe.

Die Sojasoße darf nun ebenfalls für 2-3 Minuten in das Gemüse einziehen, bis der Topf mit ordentlich Gemüsebrühe aufgegossen wird. An den Sud geben wir noch getrocknete Shiitake-Pilze und Kaffir-Limettenblätter.

Die Kaffir-Limettenblätter sind in der asiatischen Küche sehr verbreitet und eignen sich, wie unser Lorbeer, wunderbar zum Verfeinern von Suppen. Die Blätter bekommst Du für einen schmalen Taler in jedem Asia-Geschäft in der Tiefkühl-Abteilung.

Vegane Ramen mit grünem Spargel

Um sein Aroma voll zu entfalten, darf der Sud nun für eine gute Stunde auf kleiner Flamme köcheln. Zum Ende gibt es noch einen guten Schuss Miso-Paste, um das Aroma zu vollenden – danach noch einmal 5 Minuten weiterköcheln lassen und dann ausstellen.

Seine volle Wucht entfaltet die Brühe, wenn Du sie über Nacht ordentlich durchziehen lässt. Da sie im Herstellungsprozess recht unaufwändig ist, kannst Du sie daher wunderbar mit deinem Vortages-Abendessen zusammen vorkochen.

Das macht es am nächsten Tag für Dich dann auch einfacher:

Die Brühe muss nur noch einmal kurz aufkochen und mit etwas Sojasahne verfeinert werden – Du kannst Dich also auf das Vorbereiten der Toppings konzentrieren und kommst somit schneller zum Essen!

Gute Toppings für vegane Ramen

Wie eingangs schon erwähnt, ist beim veredeln Deiner Ramen-Suppe alles erlaubt, was gefällt.

In meiner Variante habe ich mit folgenden Toppings gearbeitet:

  • Grüner Spargel
  • Kräuterseitlinge
  • Zucchini
  • Pak Choi
  • Lauchzwiebeln
  • Sesam-Mandel Räuchertofu
  • Eingelegter Seitan
Toppings für vegane Ramen

Klassischer weise würde die heiße Brühe die einzelnen Zutaten durchgaren. Da ich aber das Gemüse gerne etwas weicher mag, habe ich die festeren Bestandteile zuvor in der Pfanne etwas angebraten.

Die Zucchini habe ich mit einem Spiralschneider in feine Gemüsenudeln geschnitten, damit diese durch die Brühe gar ziehen können und nebenbei einen schönen optischen Effekt in der Schüssel erzielen.

Lurch Spiralschneider mit Zucchini-Nudeln.
Erzeugt einen tollen optischen Effekt: der Spiralschneider!

Vor dem Servieren müssen nun die Nudeln gekocht werden. Da ich bisher mit fertigen Nudeln gearbeitet habe, habe ich diese nach Packungsanleitung vorgekocht. Bei Fertig-Nudeln nehme ich gerne die veganen Ramen-Nudeln von Hakubaku, die einfach super schmecken!

Ich möchte mich demnächst auch mit der Herstellung eigener Ramen-Nudeln beschäftigen und das Ergebnis mit Dir teilen.

Die Toppings werden nun mit den Nudeln in der Schüssel schön angerichtet und mit der kochenden Brühe übergossen. Es ist wichtig, dass die Brühe richtig heiß ist, damit die Toppings vernünftig erhitzt werden und die Schüssel nicht zu schnell auskühlt.

Vegane Ramen-Suppe mit Sesam

Am Ende kann man noch super Sesamkörner, andere Samen und, wenn gerade vorhanden, frische Sprossen mit hinzugeben.

Vegane Ramen a la Essliebe 2

Vegane Ramen a la Essliebe

Eine leckere vegane Variante der beliebten japanischen Ramen-Suppe.
No ratings yet
Drucken Pin Bewerten
Gericht: Hauptgericht, Suppe
Land & Region: Asiatisch, Japanisch
Keyword: Ramen, Ramen-Suppe, Vegan
Vorbereitungszeit: 1 Stunde
Zubereitungszeit: 1 Stunde 20 Minuten
Arbeitszeit: 2 Stunden 20 Minuten
Portionen: 4 Schüsseln
Kalorien: 628kcal
Autor: Max Boczek

Equipment

Zutaten

Für die Brühe

Zum Auffüllen

  • 270 g Hakubaku-Ramen* Trocken
  • 200 g Spargel Grün
  • 200 g Seitan Eingelegt
  • 200 g Sesam-Mandel Räuchertofu
  • 100 g Zucchini
  • 80 g Pak Choi
  • 4 Kräuterseitlinge
  • 1 Lauchzwiebel
  • 4 EL Sesamöl*
  • n.B. Sesam*

Anleitung

Die Brühe

  • Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Koblauch und Ingwer grob schneiden und im Sesamöl scharf anbraten. Nach 3-4 Minuten das Sambal Oelek hinzugeben und mitdünsten. Nach weiteren 2 Minuten mit der Soja-Soße ablöschen.
  • Nachdem die Soja-Soße etwas mitgeköchelt ist, mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Shiitake-Pilze und Kaffir-Limettenblätter dazugeben und für ca. 60 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
  • Zum Schluss die Miso-Paste hinzugeben und noch einmal 5 Minuten aufköcheln lassen. Anschließend am besten über Nacht ruhen lassen.
  • Am nächsten Tag die Brühe aufkochen, mit der Sahne verfeinern und kochend über die Nudeln und das Topping geben.

Topping

  • Spargel, Pak Choi und Frühlingszwiebel waschen, die Enden abschneiden.
    Den Spargel in ca. 10 cm großen Stangen belassen. Beim Pak Choi die feine Blattstruktur im ganzen lassen, die Stiele in ca. 1cm große Stücke schneiden. Die Lauchzwiebel zu feinen Ringen verarbeiten.
    Den Spargel und den Pak Choi ohne Fett in einer Pfanne anrösten.
  • Den Tofu in feine Scheiben schneiden, den eingelegten Seitan abgießen. Beides mit etwas Sesamöl in einer Pfanne kross anbraten und zur Seite legen.
    Dabei die Pilze putzen, in feine Scheiben schneiden und anschließend in Sesamöl ebenfalls goldbraun braten.
  • Zucchini durch den Spiralschneider in feine Streifen schneiden. Sobald die Toppings vorbereitet sind, die Ramen-Nudeln nach Anleitun kochen.
    Die Nudeln in die Schalen portionieren und die Toppings darauf anrichten. Anschließend mit der kochenden Brühe übergießen und nach Belieben mit Sesam verfeinern.

Nährwerte

Calories: 628kcal (31%) | Carbohydrates: 75g (25%) | Protein: 32g (64%) | Fat: 26g (40%) | Saturated Fat: 4g (25%) | Cholesterol: 1mg | Sodium: 3082mg (134%) | Potassium: 856mg (24%) | Fiber: 6g (25%) | Sugar: 8g (9%) | Vitamin A: 5657IU (113%) | Vitamin C: 25mg (30%) | Calcium: 174mg (17%) | Iron: 6mg (33%)
Hast Du das Rezept ausprobiert?Zeige es der Welt und markiere mich auf Instagram unter @essliebe.de oder #essliebe!

Lust auf weitere asiatische Nudelgerichte? Dann probiere doch zum Beispiel das hier aus:

Jetzt nachkochen: Vegane Bratnudeln mit selbstgemachter Austernsoße

Leicht und fein: Veganer Glasnudelsalat im Asia-Style

Support ist kein Mord:

Wenn Dir das Rezept gefallen hat, freue ich mich sehr über eine Bewertung von Dir!

Guten Appetit. 😊

Schreibe einen Kommentar

Bewertung




Consent Management Platform von Real Cookie Banner