Parzelle 198 – Das Projekt Kleingarten beginnt!

Es ist soweit: Marie und ich haben uns einen Kleingarten angeschafft. Mit dem neuen Projekt wird es auch ab sofort auf diesem Blog eine neue Kategorie geben, in der ich aus unserem grünen Kleinod berichte.

Mit der neuen Kategorie möchte ich auch die Struktur für Artikel-Veröffentlichungen anpassen – was genau Dich in Zukunft erwartet, erfährst Du am Ende des Artikels. 😊

Schön ist’s, wenn es im Sommer grünt und blüht

Als Kinder in Einfamilienhäusern aufgewachsen, kennen Marie und ich die Vorteile eines Gartens. Man hat ein kleines Stück Natur, die man nach seinen Vorlieben und Wünschen gestalten, pflegen und nutzen kann – und ganz nebenbei seine eigene Fläche für Naherholung, auf der man sich auch mal entspannt in die Sonne legen kann!

Da wir die letzten Jahre nicht in den Genuss eines eigenen Gartens gekommen sind – Mietwohnung sei Dank – fehlte uns dieses Erlebnis.

Immer, wenn wir in der Heimat die Vorzüge des Gartens genießen konnten, kamen wir ins Schwärmen und träumten von unserer eigenen kleinen Rasenfläche in der Sonne und dem eigenen Gemüsebeet, das uns über den Großteil des Jahres mit leckerem Essen versorgt.

Seit gut einem halben Jahr reifte nun also der Gedanke, uns einen Schrebergarten anzuschaffen. Quasi die Light-Version von Haus mit Garten – wir können in unserer vollkommen ausreichenden Wohnung bleiben und haben fußläufig unser Outdoor-Paradies.

Wir fingen also an, viele Vereine und Ihre Anlagen zu besichtigen – ein Kleingartenverein bei uns um die Ecke kam dabei besonders in Frage.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: wie unser Kleingarten uns gefunden hat

Mitte Februar waren wir dann wieder einmal auf Besichtigungstour. Wir hatten bei einem unserer Spaziergänge durch die Nachbarschaft festgestellt, dass unser favorisierter Verein wieder Parzellen abzugeben hat.

Am Sonntag, an dem auch der Vereinsvorstand seine Sprechstunde hat, wollten wir also die leeren Parzellen besichtigen.

Noch bevor wir überhaupt die erste Nummer ausfindig gemacht hatten, kam uns ein älteres Ehepaar auf dem Weg entgegen. Wir grüßten uns höflich – kurz nachdem wir uns passiert hatten, erklang hinter uns die Frage: „Suchen Sie zufällig einen Garten?“.

Nach dem kurzen Überraschungsmoment bejahten wir dies und erfuhren, dass die netten Leute einen gut gepflegten Garten abgeben wollten, da sie aus gesundheitlichen Gründen aus Leipzig wegziehen. Gerade waren die beiden auf dem Weg zum Vorstand, um die Kündigung abzugeben.

Wir nutzten die Gelegenheit, die Parzelle mit Laube zu besichtigen. Was soll ich sagen? Wir waren begeistert. Wir ließen uns die Nummer des Paares geben und schauten uns auch die anderen Parzellen im Vereinsgelände an – diese waren aber allesamt nicht so gut in Schuss wie dieser Zufallstreffer.

Kleingarten
Mit diesem wundervollen Kleingarten überraschte uns das Paar. Ein Volltreffer, wie sich herausstellen sollte!

Die meisten der Gärten waren in den vergangenen Jahren nur als Tafel-Gärten genutzt worden. Dementsprechend waren die Lauben allesamt schon sehr angegriffen und es hätten erst einmal aufwändige Sanierungsarbeiten angestanden.

Auf dem Heimweg diskutierten Marie und ich viel über das Für und Wider – letztendlich waren wir uns aber einig, dass sich eine solche Gelegenheit so schnell kein zweites Mal ergibt.

Zwei Stunden nach der Besichtigung riefen wir also bei den Vorbesitzern an und bekundeten unser Interesse an der Parzelle.

Seitdem ist nun ein guter Monat vergangen. Da wir mit der Übertragung der Besitzrechte auf die Zustimmung des Vereinsvorstandes warten mussten, konnten wir nun am vergangenen Sonntag endlich unsere Unterschriften unter den Kauf- und den Pachtvertrag setzen.

Petrus beglückte uns sogleich mit einem Bomben-Wetter für den ersten Gartentag, sodass wir direkt anfangen konnten, unsere neu erlangte Freifläche zu bewirtschaften und uns einzuleben.

Was hat unser neuer Kleingarten zu bieten?

Mit unserer Parzelle 198 haben wir uns 270 m² wunderbares Pachtland in der Nähe zum Auwald gesichert. Unseren Garten erreichen wir in 15 Minuten zu Fuß, oder in 5 Minuten mit dem Fahrrad. Ein kurzes Vorbeischauen zum Gießen vor oder nach der Arbeit ist also auch kein großer Aufwand, das war uns gerade für die trockenen Sommer sehr wichtig.

Das Vereinsgelände befindet sich in beruhigter Wohnlage – mit viel Verkehrslärm ist daher nicht zu rechnen. Lediglich Bahnschienen sind in der Nähe – gelegentlich vorbeifahrende Züge sollten uns aber vermutlich nicht in unserer Erholung stören. 😉

Auf diesem befindet sich eine schöne Holzlaube, die mit einer kleinen Küchenzeile, Kühlschrank, überdachtem Freisitz und einigen Geräteschuppen einiges zu bieten hat. Die Vorbesitzer hatten eine Chemie-Toilette in einem Sonderraum – diese habe ich durch eine selbstgebaute Trenntoilette abgelöst.

Die Elektrik wurde im vergangenen Jahr frisch gemacht, Fassade und Dach wurden erst vor kurzem gestrichen und geteert – baulich ist also erst einmal alles in Butter. Des Weiteren ist der Kleingarten über einen Brunnen mit Grundwasser versorgt – hier wurde das Hauswasserwerk auch im vorigen Jahr erneuert.

Die Geräte wie Rasenmäher, Schaufeln, Hacken und Co konnten wir direkt mit ablösen. Für einen fairen Betrag haben wir somit eine wunderbare Grundausstattung, um in den ersten Jahren erstmal ohne größere Investitionen losgärtnern zu können.

Hinzu kommen viele schöne Rosen und Ziersträucher, viel Nutzgartenfläche, etwas Rasen und Obstbäume: Im Sommer erwarten uns leckere Kirschen, die Ernte einer Naschi-Birne sowie Äpfel. Ein weiterer Apfelbaum aus den Gründertagen des Vereins steht noch als Schattenspender auf dem Areal – trägt durch sein Alter von vermutlich über 100 Jahren nicht mehr.

Da wir den Garten in Zukunft auch primär zur Verpflegung mit Gemüse nutzen wollen, sind schon jetzt die ersten Bauprojekte geplant:

Zeitnah möchten wir ein Gewächshaus und ein Tomatenhaus neben unserer Gartenlaube errichten. So können wir auch anfälligeres Gemüse wie Paprika und Gurken ziehen, zudem vermeiden wir hoffentlich verfrühte Braunfäule bei den Tomaten.

Ein kleines Manko hat der Garten dennoch: Durch die nahe Lage zum Leipziger Auwald sind vermehrt Wühlmäuse auf dem Gelände vertreten. Die Aufzucht von Wurzelgemüse dürfte daher erschwert werden – aus diesem Grund werden wir für den Anfang noch zwei Hochbeete selber zimmern.

Diese lassen sich nach unten durch Gitter vernünftig gegen den Nager-Befall schützen, wodurch auch das Gemüse kein Problem sein dürfte, das in tiefere Erdschichten vordringen muss.

Neuerungen auf dem Blog

Wie Du siehst, gibt es mit unserem neuen Hobby viel zu erzählen und zu entdecken. Auf dieser Experimentalreise möchte ich Dich gerne mitnehmen.

Ich glaube, dass das Thema partielle Selbstversorgung und ökologisches Gärtnern meinen Blog rund ums Essen wunderbar ergänzt.

Mit dem zusätzlichen Schwerpunkt wird sich zukünftig auch in der Posting-Struktur ein wenig was ändern – nicht zum Nachteil, eher zum Vorteil für Dich als Leser!

Ich möchte Dir mit dem neuen Thema nämlich mehr Content bieten als bisher. Die bisherige Posting Struktur war darauf ausgelegt, Dir jeden Freitag ein neues veganes Rezept zu präsentieren. Dies möchte ich beibehalten und die Beiträge rund um das Gartenleben zusätzlich bereitstellen.

Nach meinem aktuellen Plan soll es an zwei Dienstagen im Monat einen Garten-Post geben. Am ersten Dienstag im Monat gibt es den Monatsrückblick für den Vormonat, 14 Tage später einen DIY- oder Wissens-Artikel über ein Selbstbauprojekt, aktuelle Gartentätigkeiten im betreffenden Monat oder den richtigen Umgang mit den dann anstehenden Pflanzungen.

Aktuelles aus dem Gartenalltag versuche ich in meinen Instagram-Stories schon vorab mit Dir zu teilen – schau also gerne mal rein! 😊

Baum beschneiden
Mit einsetzen des guten Wetters konnten wir die Obstbäume gleich noch gründlich beschneiden.

Wenn ich merke, dass Zeit- und Themenlage eine dichtere Struktur der Posts möglich macht, werde ich die Taktung entsprechend erhöhen und dies auch kommunizieren.

Ich freue mich sehr darauf, diesen neuen und spannenden Lebensabschnitt mit Dir teilen und diskutieren zu können. Hast Du Tipps und Tricks für mich als Garten-Neuling? Dann schreibe mir doch gerne einen Kommentar.

Bis dahin – wünscht uns einen grünen Daumen und viel Sonne für die Anfangszeit und freut euch auf schöne Gartengeschichten!

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